Home   |   Impressum   |   Kontakt   |   Downloads   |   RSS-Feed   |   Netviewer   |   Login
Mit Freude und Zuversicht die Unternehmenszukunft gestalten:
Für mehr lohnende Kunden, höheren Gewinn, abgesicherte Liquidität.

Ich bin, was ich denke, deswegen wird mein Denken zum Schicksal.

Buddha
Aktuell:
Die Weisheit der Vielen

2005 hat der amerikanische Journalist James Surowiecki ein Buch mit dem Titel „Die Weisheit der Vielen“ veröffentlicht. Darin versucht er zu beweisen, dass und warum Gruppen klüger sind als Einzelne und zu zeigen, wie man das kollektive Wissen für wirtschaftliches, soziales und politisches Handeln nutzen kann.

Wie wir vorwärtskommen

Plädoyer für die soziale Marktwirtschaft

Bereits im Juli 2009 hat Wolfgang Lotter in „brand eins“ einen Artikel verfasst, der eigentlich jedem Unternehmer aus der Seele sprechen sollte und den alle, die in Politik und Wirtschaft zu entscheiden haben, ebenfalls lesen sollten. Er hat ihm den Titel „Das Gleichgewicht und der Schrecken“ gegeben. Erst wenn man den ganzen Artikel liest, wird klar, womit er sich befasst: Mit der Regelungswut und dem blinden Aktionismus in der Krise und den Auswirkungen auf unsere Gesellschaftsordnung und die soziale Marktwirtschaft und somit auf das Fortkommen der Unternehmen.

Ausgehend vom Ruf nach Ordnung auf den Märkten, in den Banken und in der ganzen Wirtschaft und den Maßnahmen, die bisher von staatlichen Stellen getroffen wurden, zeigt Lotter auf, dass vom Stabilitätsgesetz 1967 bis heute der einzige Effekt all der Ordnungsmaßnahmen nicht mehr Wachstum war, sondern eine stetig wachsende Staatsverschuldung.. Und nicht nur das: Mehr Ordnung hat im Gefolge zwangsläufig immer neue Gesetze, Regelungen und Verordnungen, die allesamt die Freiheit der Unternehmen beschneiden und somit nicht zu mehr Wachstum, sondern zu Stagnation führen. Als Beispiel führt der Autor unter anderem Basel II an. Da seien die Ordnungsregeln so streng, dass nun in der Krise praktisch gar nichts mehr gehe, meint der von Lotter zitierte Thomas Straubhaar, Direktor des Hamburger Weltwirtschaftsinstituts (HWWI).

Zu guter Letzt macht Lotter noch den Sprung von der übermäßigen Regulierung und Ordnung in die gesellschaftliche Entwicklung. Krisenzeiten seien gute Zeiten für Extremisten. „Zu viel Ordnung sorgt ebenso für Destabilisierung wie zu viel Chaos“, zitiert Lotter Andreas Anter, Autor des Buches „Die Macht der Ordnung“. Die absolute Ordnung genüge Diktaturen, meint der weiter und verweist auf die DDR. Die Empfehlung, angesichts einer Krise nicht in blinden Aktionismus zu verfallen, sondern sich die Zeit zu nehmen, zunächst einmal nachzudenken, mag als Binsenweisheit erscheinen, tatsächlich wird sie kaum befolgt. Nachzudenken heiße nicht, nichts zu tun, sondern sich vor jeder Maßnahme zu fragen, ob das was man zu tun gedenkt, auch tatsächlich Sinn macht. Das gilt auch für Unternehmen: Den eigenen Standpunkt und die Ziele bestimmen, den Weg dorthin festlegen und dann losmarschieren.

Der ganze Artikel ist nochmals lesenswert.