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Mit Freude und Zuversicht die Unternehmenszukunft gestalten:
Für mehr lohnende Kunden, höheren Gewinn, abgesicherte Liquidität.

Die Zukunft begünstigt nur den vorbereiteten Geist.

Dennis Gábor
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Sag's wie Obama

Ein Buch über einen Menschen mit Ausstrahlung, Charisma und Visionen, ein Buch über den amerikanischen Präsidenten Barack Obama und das Geheimnis seines Erfolgs, ein Buch, das uns Rhetorik vom Feinsten nahe bringt und die Bausteine erfolgreicher Führung enthüllt.

Führungskräfte: Ohne Emotionen kein Erfolg

Viele Mitarbeiter kündigen oder sind unzufrieden wegen ihres direkten Vorgesetzten. Mitarbeiter sind der Meinung, dass ihre Leistung nicht anerkannt und ihre Meinung nicht gehört wird. Das deckt sich mit der geringen emotionalen Bindung der Deutschen an das Unternehmen, für das sie arbeiten. Nach einer jährlich erhobenen Gallup-Befragung, steht Deutschland zusammen mit Japan und Frankreich hier auf den schlechtesten Plätzen.

Nur 13 Prozent verspüren eine echte Verpflichtung gegenüber dem Arbeitgeber. In den USA sind es immerhin 29 Prozent. Den Unternehmen gehen auf diese Weise wertvolle Mitarbeiter verloren und letztlich sinkt der Unternehmenserfolg.

Was macht eine gute Führungskraft aus?

Führungskräfte müssen sichtbar als Vorbild vorangehen. Der Vergleich mit einem Coach wie im Fußball ist nicht so weit hergeholt. Nur wenn die Mannschaft ein klares Ziel hat, von dem alle überzeugt sind und das alle erreichen möchten, wird sie es auch auf das Siegertreppchen schaffen. Beim Fußball (oder beim Tennis) sind Taktik, Fitness, spielerische Kompetenz und strategisches Können nur die eine Seite der Medaille. Die andere Seite ist der Wille zum Sieg und der speist sich aus Selbstbewusstsein, Stolz und einem gemeinsamen Ziel. Dieses Modell kann man auf Unternehmen übertragen: Auch wenn die fachliche Kompetenz, materielle und finanzielle Ausrüstung der Mitarbeiter sehr gut sind, müssen sie doch das gemeinsame Ziel kennen und den festen Willen haben, es zu erreichen, weil sie davon überzeugt sind, dass es erstrebenswert ist.

Sie meinen, so funktionieren Menschen nicht? Weit gefehlt. Womit würden Sie den Erfolg eines Barack Obama begründen? Wieso gelang es gerade ihm, seine Botschaft so erfolgreich an den Mann und die Frau zu bringen? Sicher, er hat ein paar ganz gute Ideen, aber gefolgt sind ihm die Menschen, weil sie sich mit ihm eine bessere Zukunft erhofften. Mit dem einfachen „Yes we can“ hat er zudem eine uramerikanische Botschaft beschworen. Und es gibt nichts, was den Amerikanern mehr am Herzen liegt als Amerika. Was ist das Geheimnis charismatischer Unternehmer, Politiker und Religionsführer? Emotionalität. Sie sprechen die Menschen nicht auf der Verstandesebene an, sondern auf der Gefühlsebene, treffen sozusagen mitten ins Herz.

Emotionen zeigen

Tatsächlich kann die neueste Hirnforschung inzwischen beweisen, dass wir uns auf unser logisches, vernunft- und verstandesbedingtes Handeln gar nichts einzubilden brauchen. Wir reagieren nämlich meistens emotional. Unser Bewusstsein ist ein kleines Ding. Es residiert im präfrontalen Kortex, der gar nicht in der Lage ist die Datenmengen, die wir täglich aufnehmen, zu verarbeiten. Deshalb füttert ihn das Vorbewusstsein mit vorsortierten Erinnerungen. Das heißt, unser Bewusstsein verarbeitet keine Fakten, um zu entscheiden, sondern individuelle Erfahrungs- und Überlebensmuster. Wir bewegen uns also in Denkmustern, die auf positiven und negativen Erfahrungen beruhen. Das macht es uns schwer, einmal gewonnene negative Erfahrungen zu revidieren und alte Denk- und Verhaltensmuster zu ändern. Führungskräfte sollten sich diese Erkenntnisse zu eigen machen und ihre eigenen Muster hinterfragen. Wenn sie die eigene Gefühlswelt und die ihrer Mitarbeiter begreifen, können sie entsprechend handeln und erfolgreich sein, wo andere versagen.

Das heißt nicht, dass Führungskräfte ihren Emotionen freien Lauf lassen sollen, sie sollen sie erkennen und nutzen. Ein Chef zum Beispiel, der seinen Aggressionen freien Lauf lässt, oder mit Angst arbeitet, schürt die Unsicherheit seiner Mitarbeiter und zerstört ihr Vertrauen. Sie werden Eigeninitiative und Kreativität verlieren aus Angst, das Falsche zu tun oder zu sagen. Der Unternehmer oder Manager muss sich fragen, wieso er so handelt. Sofern er nicht einfach ein Despot oder schlecht erzogen ist, liegt der Grund für dieses Verhalten meistens in Überforderung mit der eigenen Rolle und Aufgabe. Also muss er zuerst an sich selbst arbeiten. Andererseits kann ein zorniges Statement zu einer bestimmten Sache glaubwürdige Grenzen setzen und Regeln schaffen. Freude und Wertschätzung zum Beispiel stärken Teamgeist und Motivation der Mitarbeiter. Am erfolgreichsten sind Unternehmen, die über eine gelebte Vision verfügen. Sie begeistert die Mitarbeiter, lässt sie zu einem unschlagbaren Team werden und gibt Raum für Hoffnung und Zuversicht. Aber Vorsicht: Inkompetenz und Faulheit kommt man nicht mit großen Emotionen bei. Sie helfen lediglich dort, wo die Grundvoraussetzungen stimmen, Raum für Verbesserung zu schaffen.

Tipp: Lesen Sie dazu auch unsere Buchtipps im „Kaleidoskop“: „Visionen wirken stärker als Dynamit“ und „Spuren statt Staub“.