Früherkennung von Unternehmenskrisen.
Die Zukunft wird so aussehen, wie wir sie gestalten.
Ausgehend vom Ruf nach Ordnung auf den Märkten, in den Banken und in der ganzen Wirtschaft und den Maßnahmen, die bisher von staatlichen Stellen getroffen wurden, zeigt Lotter auf, dass vom Stabilitätsgesetz 1967 bis heute der einzige Effekt all der Ordnungsmaßnahmen nicht mehr Wachstum war, sondern eine stetig wachsende Staatsverschuldung.. Und nicht nur das: Mehr Ordnung hat im Gefolge zwangsläufig immer neue Gesetze, Regelungen und Verordnungen, die allesamt die Freiheit der Unternehmen beschneiden und somit nicht zu mehr Wachstum, sondern zu Stagnation führen. Als Beispiel führt der Autor unter anderem Basel II an. Da seien die Ordnungsregeln so streng, dass nun in der Krise praktisch gar nichts mehr gehe, meint der von Lotter zitierte Thomas Straubhaar, Direktor des Hamburger Weltwirtschaftsinstituts (HWWI).
Zu guter Letzt macht Lotter noch den Sprung von der übermäßigen Regulierung und Ordnung in die gesellschaftliche Entwicklung. Krisenzeiten seien gute Zeiten für Extremisten. „Zu viel Ordnung sorgt ebenso für Destabilisierung wie zu viel Chaos“, zitiert Lotter Andreas Anter, Autor des Buches „Die Macht der Ordnung“. Die absolute Ordnung genüge Diktaturen, meint der weiter und verweist auf die DDR. Die Empfehlung, angesichts einer Krise nicht in blinden Aktionismus zu verfallen, sondern sich die Zeit zu nehmen, zunächst einmal nachzudenken, mag als Binsenweisheit erscheinen, tatsächlich wird sie kaum befolgt. Nachzudenken heiße nicht, nichts zu tun, sondern sich vor jeder Maßnahme zu fragen, ob das was man zu tun gedenkt, auch tatsächlich Sinn macht. Das gilt auch für Unternehmen: Den eigenen Standpunkt und die Ziele bestimmen, den Weg dorthin festlegen und dann losmarschieren.
Der ganze Artikel ist nochmals lesenswert.