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Socialnomics - Wie Social Media die Wirtschaft verändern

51 Prozent der Deutschen, die online sind, nutzen soziale Netzwerke wie Xing, Facebook, LinkedIn oder Twitter. Die meisten Unternehmen betrachten dagegen Social Media mit Misstrauen. 33 Prozent der Unternehmen, die dazu 2009 befragt wurden, sehen keinen Mehrwert in einem Engagement und ein Fünftel hat sich mit der Frage noch gar nicht auseinandergesetzt. Ein großer Fehler, wenn man dem Autor Erik Qualman glauben darf. Die Leute, die Social Media nutzen, sind nämlich die Kunden der Unternehmen.

Studie: Mittelstand in der Krise - Zu selbstbewusst?

Die achte Studie der Initiative „UnternehmerPerspektiven“ der Mittelstandsbank der Commerzbank mit dem Titel „Mittelstand in der Krise – Umsteuern für den Aufschwung?“ hat einmal mehr ein Thema aufgegriffen, das Familienunternehmen bewegt: Ist die Krise bereits überstanden? Geht es wieder aufwärts? Wie profitieren Unternehmen vom Aufschwung? Was muss sich ändern? Der Grundtenor ist, wie die Umfrage unter 4.004 Unternehmen von November 2009 bis Januar 2010 zeigt, „verhalten optimistisch“.

„Die Wirtschaftskrise hat den Unternehmen eine zum Teil rasante Talfahrt beschert“, fasste Markus Beumer, Mitglied des Vorstands der Commerzbank AG, bei der Vorstellung der Studie die Ergebnisse zusammen. „Jetzt versucht man, mit umsichtigem Wirtschaften wieder Tritt zu fassen. Der Blick ist meist fest auf die Kostenstrukturen gerichtet, besonders die technologiestarken Branchen sehen zu, dass sie ihr gut ausgebildetes Personal nicht verlieren. Wer kann, will stärker in neue Produkte und Dienstleistungen investieren. Das planen sogar einige Unternehmen, die hier bislang noch gar nicht aktiv waren.“

Kein bahnbrechender Richtungswechsel
Trotz Krise verfügen die Unternehmen noch über beachtliches Selbstbewusstsein. Obwohl die Wirtschaftskrise nach Meinung der Befragten strukturelle Probleme offen gelegt hat, mit denen sich die Unternehmen jetzt auseinandersetzen müssten, betrachtet ein Großteil des Mittelstands die Krise offensichtlich als konjunkturelles Phänomen, das in ein bis zwei Jahren überwunden sein wird. Dementsprechend sehen zwei Drittel der Unternehmen in der Krise keinen Anlass zur strategischen Neuausrichtung. Den Blick auf Strategien und grundsätzlichere Fragen der Unternehmensführung zu richten sowie anstehende strukturelle Aufgaben in Angriff zu nehmen, scheint ihnen nicht so dringlich. Nur 38 Prozent der Befragten gibt an, aufgrund der Wirtschaftskrise ihre strategische Ausrichtung grundlegend oder zumindest in wesentlichen Eckpunkten verändert zu haben. Unternehmen, die strategisch umsteuern, setzen zwar keine grundsätzlich anderen Schwerpunkte als diejenigen ohne Richtungswechsel, sie gehen die anstehenden Aufgaben jedoch wesentlich konsequenter an.
Ein weiteres Zeichen dafür, dass die Unternehmen strukturelle Probleme nicht so ernstnehmen ist auch, dass Wachstumsstrategien hinter Absicherung und Konsolidierung deutlich zurücktreten. Beumer sieht es als bedenklich an, dass überdurchschnittliches Wachstum als strategische Option nur noch bei elf Prozent der befragten Unternehmen auf der Agenda steht, während 48 Prozent auf Kostensenkung bei Zulieferern setzen: „Das mag vor dem Hintergrund der schwierigen Zeiten nicht verwundern. Es ist aber nicht gut. Wir werden viel Wachstum brauchen, um wieder mehr Wasser unter den Kiel zu bekommen. Nur so lassen sich auch die langfristigen, die strukturellen Herausforderungen in den nächsten Jahren bewältigen.“

Weitere Studienergebnisse

  • Der Durchbruch in Richtung Aufschwung wird 2011 erwartet. 60 Prozent der Mittelständler rechnen dann mit einer Verbesserung und nur noch vier Prozent mit einer Verschlechterung ihrer Geschäftslage.
  • Jedes 5. Unternehmen geht nach eigener Einschätzung deutlich gestärkt aus der Krise hervor.
  • 66 Prozent der Unternehmen haben 2009 festgestellt, dass ihre Kunden krisenbedingt ein höheres Preisbewusstsein an den Tag legten. Gleichzeitig bemerkte jedes zweite Unternehmen ein größeres Qualitätsbewusstsein und gestiegene Ansprüche an Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit der Produkte. Vermutlich werde dieser Trend anhalten.
  • Die Unternehmen rechnen mit harten Preiskämpfen und Marktbereinigungen in 2010.
  • Personal wird als Erfolgsfaktor betrachtet. Die Unternehmen wollen die Mitarbeiter halten und für den Aufschwung qualifizieren.
  • Die Firmen machen Preisdruck im Banking und stellen Finanzinstitute zunehmend auf den Prüfstand. 32 Prozent werden noch häufiger flexible Geschäftsbeziehungen zu mehreren Banken unterhalten.
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