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Mit Freude und Zuversicht die Unternehmenszukunft gestalten:
Für mehr lohnende Kunden, höheren Gewinn, abgesicherte Liquidität.

Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern
und die anderen Windmühlen.

Chinesisches Sprichwort.
Aktuell:
Praxistraining mit dem BusinessPlanSystem "BPS-ONE"

Studenten lernen im Familienunternehmen.

Bei der Heiche-Gruppe in Schwaigern, wurde in den letzten Monaten für sechs Studenten der Hochschule Heilbronn ein Business-Plan-System zum Praxis-Training. Seit 2006 wird bei Heiche mit dem System gearbeitet. Die Geschäftsführung, die Nachwuchsförderung zu den wichtigsten Aufgaben eines Familienunternehmens zählt, initiierte gemeinsam mit Prof. Karlheinz Haberland und Dozentin Susanne Hanns von der Hochschule Heilbronn ein Projekt, das die Studenten Ausbau des neuen Systems beteiligten.
Günter Denzer von TeamDenzer hat das BusinessPlanSystem "BPS-ONE" auf der Basis eines unbeweglichen Excel-Systems aufgebaut und schlüsselfertig eingerichtet und die Schnittestellen für die Datenübernahme installiert.

Visionen wirken stärker als Dynamit

Professor Wolfgang Berger, Gründer des Business Reframing Instituts, mutet dem Leser mit seinem Buch „Business Reframing“ schwere Kost zu. Nicht etwa, weil es schwer zu lesen, langweilig geschrieben oder uninteressant wäre – ganz im Gegenteil. Aber es verlangt vom Leser, lieb gewordene Denkschablonen zu verlassen und letztlich – will er vom Buch profitieren, auch sein Verhalten zu ändern.

So manchem Unternehmer oder Manager mag es tatsächlich revolutionär erscheinen, wenn Berger schreibt: „Liebe, Würde und Sinn sind die zentralen Forderungen der Business-Reframing-Revolution, welche die ‚liberté, egalité et fraternité’ (Freiheit, Gleichheit, Brücerlichkeit) der Französischen Revolution in die Unternehmen bringen.“ Der Autor geht davon aus, dass das ewige Modell des Jägers und Kriegers ausgedient hat. Es gehe nicht mehr darum, den anderen zu besiegen, sondern ihn für sich zu gewinnen. Ein Unternehmer müsse sich mit der Menschheit und dem ganzen Planeten identifizieren, um heute tatsächlichen Erfolg zu erreichen. Es gehe nicht mehr darum, nur nach dem eigenen Vorteil oder Geldbeutel zu schielen, sondern darum, wer man sein werde, nachdem man eine Idee umgesetzt hat.

Alte Modelle über Bord werfen

Die erste und einzige Aufgabe von Unternehmen ist laut Berger „Menschen Möglichkeiten zur persönlichen Entwicklung zu verschaffen“. Nur dann kann ein Unternehmen nach seinem Verständnis erfolgreich sein. Ein Unternehmen müsse zur Erfüllungsstätte für Lebensaufgaben werden. Die Mitarbeiter nicht zu Mit-Unternehmern, sondern zu Gläubigen machen. Denn nur Gläubige folgten einer Vision, die laut Berger für den Unternehmenserfolg das A & O ist. Diese Forderung wiederum stellt Autoritäten und Hierarchien auf jeder Ebene in Frage. Denn: „Unfreie Menschen können gehorchen. Sie können keine Schöpfer sein.“
Deshalb gehe es für Unternehmer und Führungskräfte darum, zu erkennen, was sie wirklich wollen. Erst dann seien sie in der Lage, eine Vision zu entwickeln und diese zu leben. Davon würden auch die Mitarbeiter magisch angezogen.
75 Prozent aller Energie, Kraft und Zeit im Management geht heute laut Berger in Machtspiele. Dabei gebe es nur eine einzige Aufgabe für Unternehmer: „Die Aufgabe der Führung ist nicht das Planen und Steuern, das Entscheiden und Kontrollieren, das Handeln und Agieren. Die Aufgabe der Führung besteht einzig und allein darin, das ganze Unternehmen auf die gleiche innere Frequenz einzustimmen – Resonanz zu schaffen.“ Das Organisationsmodell der Zukunft seien kleine, überschaubare Gruppen, die sich aufeinander „einschwingen“. Nur solche Systeme hätten in turbulenten Zeiten Überlebenschancen.
Welch eine Vorstellung, dass wirklich alle Mitarbeiter eines Unternehmens ihre ganze Kraft in das Unternehmen stecken! Letztlich würde damit die von Karl Marx beklagte Trennung von Arbeit und Zuhause aufgehoben.

Kooperation bringt schwarze Zahlen

Doch keine Angst, Berger belässt es nicht bei der Theorie. Durch das ganze Buch hindurch zieht sich das Beispiel einer Integration auf der Basis von Business-Reframing, die der Autor als Berater begleitet hat. Zusätzlich wird die Theorie mit zahlreichen Beispielen angereichert. Beispielen aus der Wirtschaft oder mit philosophischen Texten und Thesen.
Besonders beeindruckend ist das Beispiel des Unternehmers Wolf Veyhl, der sich im Würgegriff seiner Großkunden befand, die Liefermengen und –daten sowie Preise diktierten. Ein Rahmenvertrag hätte dem Unternehmen einen ordentlichen Verlust beschert. Berger beschreibt, wie es Veyhl gelang, gemeinsam mit seinen Kunden in einer „Zukunftswoche“ Dinge zu entwickeln, die es bis dato nicht gab und die alle haben wollen, weil sie selbst an der Entwicklung beteiligt waren. Es gelang ihm, in den Wertschöpfungspartnerschaften mit seinen Großkunden die Abhängigkeit umzukehren. Es ist ihm gelungen, das zu tun, was Business-Reframing empfiehlt: Alte Verhaltensweisen über Bord zu werfen, sich nicht in einen aussichtslosen Kampf zu werfen, sondern etwas zu schaffen, dass zur gemeinsamen Vision aller wird. Kooperation, die schwarze Zahlen bringt, während nach einem Kampf immer einer am Boden liegt.

Das Buch regt dazu an, über Grundlegendes nachzudenken. Gerade jetzt während der Krise, in der viele Betriebe Kurzarbeit haben, bietet es sich an, aufzuräumen und sich neu zu positionieren, damit man nach der Krise am Aufschwung teilhaben kann. TeamDenzer unterstützt Sie gerne dabei.

Unbedingt lesen! Viele Anstöße für die Praxis.

Business Reframing. Erfolg durch Resonanz von Wolfgang Berger, Gabler Verlag, Wiesbaden, ISBN 3-409-38895-8